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Campingplatz im Oktober: Eine ruhige Auszeit mit kleinen Abstrichen
Im Oktober haben wir diesen Campingplatz besucht, um dort zu zelten. Aufgrund der Nebensaison war nur wenig los, und wir konnten uns einen Platz ganz nach unseren Wünschen aussuchen – das haben wir sehr genossen. Unser Zelt, mit den Maßen 3×4 Meter plus 2 Meter Vordach, passte gerade noch so auf einen der mit kleinen Holzzäunen abgegrenzten Bereiche. Auf vielen anderen Plätzen wäre es eng geworden.
Die Zeltplätze liegen idyllisch und ruhig im Wald und sind trotzdem nah an den Sanitäranlagen. Allerdings muss man sein Gepäck teils recht weit schleppen, da die Zeltplätze nicht mit dem Auto erreichbar sind.
Die Sanitäranlagen werden täglich abgespritzt, was für uns manchmal etwas oberflächlich wirkte. Die Kabinen, in denen sich WC, Waschbecken und eine Dusche befinden, sind sehr klein. Beim Duschen wird alles nass, sodass man hinterher abtrocknen muss. In Stoßzeiten, etwa wenn Familien vom Strand zurückkehren, waren alle Kabinen belegt – und das in der Nebensaison. Hier könnte das Konzept besser durchdacht sein.
Zum Spülen und Wäschewaschen gibt es extra Plätze. Die Nutzung der Waschmaschine kostet 5 €, allerdings ohne Trockner.
In der Mitte des Platzes findet man ein Café und ein kleines Restaurant. Ein kleiner Markt bietet grundlegende Lebensmittel, allerdings zu recht hohen Preisen (z. B. Milch für ca. 2,5 € pro Liter), und ein Laden verkauft Badeartikel und typischen Urlaubsbedarf. Der Spielplatz ist für Kinder ab vier Jahren eher uninteressant.
Der Strand ist ein Highlight. Man kann Liegen mieten oder sich ein freies Plätzchen weiter weg suchen. WCs gibt es am Strand keine, aber am Ausgang ist eine Dusche vorhanden. Laut Karte sollte es einen Spielplatz am Strand geben, den haben wir jedoch nicht gefunden.
Die Parkplätze befinden sich am Eingang des Platzes, einige sind sogar überdacht.
Leider war der Empfang an der Rezeption nicht besonders freundlich. Man musste alles erfragen, ohne dass von sich aus Informationen oder Tipps zur Umgebung gegeben wurden. Für uns gehört das zur Gastfreundschaft und könnte verbessert werden.
Das angrenzende Dorf ist wirklich sehenswert, mit gemütlichen Cafés und Restaurants, die teils schon früh abends Essen anbieten. Am Strand geht es etwas schicker zu, sodass man mit Campingkleidung auffällt – also vielleicht lieber noch umziehen, bevor man dorthin aufbricht.
Für Familien mit kleinen Kindern ist das Dorf gut mit dem Rad erreichbar, da es einen schmalen, aber gut befahrbaren Radweg vom Campingplatz ins Dorf gibt.
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